Ich gestehe – ich bin ein(e) Pank

Ja, ja… Ihr lest richtig. Ich bin ein Pank. Nein kein PUnk sondern ein oder besser eine Pank.

>> „professional aunt no kids“ was so viel bedeutet wie „Profi-Tante ohne Kind“

Die Kriterien treffen alle mehr oder weniger auf mich zu – kinderlieb und verrückt nach dem Patenkind mehr & kaufkräftig weniger – aber im Großen und Ganzen kann ich es nicht abstreiten: Ich bin ein(e) Pank.

Ich stehe auch dazu, dass ich eine begeisterte Patentante bin. Ich hänge Bilder von ihr in meiner Wohnung auf, an meinem Schreibtisch steht eine Postkarte, die sie ganz alleine (noch vor Schulbeginn) für mich geschrieben hat, und wenn sie in meiner Gegenwart einen Wunsch äußert, fällt es mir schwer nicht sofort Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen um ihr diesen zu erfüllen. Aber Gott sei Dank kommt es bei ihr nicht nur auf die Geschenke an, die ich bei meinen regelmäßigen Besuchen mitbringe. Ich habe den Eindruck wir mögen uns wirklich und den meisten Spaß hat sie, wenn ich einfach nur Zeit mit ihr verbringe. Wir malen große Bilder an der Tafel, spielen Brettspiele,  sie liest mir was vor und wir kuscheln hin und wieder auch. Da ist selbst das verlockende Angebot des großen Bruders „Komm lass uns Ritter spielen während Mama und Katrin Kaffee trinken und Ratschen“ anscheinend doch nicht ganz so verlockend: „Jetzt ist endlich meine Patentante mal wieder da. Da will ich doch auch Zeit mit ihr verbringen. Ich bleib bei Katrin.“ Und kaum hat sie es ausgesprochen, wird mir warm ums Herz.

Es ist ein Einhorn

Vor über einem Jahr habe ich ihr aus dem Urlaub ein weißes Einhorn mit rosa Mähne mitgebracht. Es ist immer noch ihr Lieblingsstofftier und zu Weihnachten hat sie es für mich gemalt. Und ja – es steht bei mir auf dem Schreibtisch.

Dass ich damit nun die Fußballmutti ablöse und zu einer interessanten Gruppierung für die Marketing-Fachmänner und -frauen dieser Welt werde, irritiert mich einerseits und ehrt mich zugleich. Dabei werden wohl die Marketingkampagnen bei mir nichts nutzen, denn ich weiß ziemlich genau, wie ich meinem Patenkind einen großen Wunsch erfülle:

Liebe M, fühle dich jederzeit eingeladen mich zu besuchen, wir können Pommes essen bis sie uns zu den Ohren raus kommen, 
im Zoo Tiere ansehen, uns über die Rückenlehne der Couch purzeln lassen und uns Abends gegenseitig Gute-Nacht-Geschichten 
vorlesen. Du bist immer und zu jeder Zeit HERZLICH WILLKOMMEN!

Aber vielleicht werfe ich ja trotzdem mal einen Blick in die „Community“ für Panks…

Anstoß zu diesem Beitrag war folgender Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 14.11.2013:

http://www.sueddeutsche.de/leben/kinderliebe-singlefrauen-weg-da-fussballmuttis-die-profi-tanten-kommen-1.1811029

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