Wozu Freunde da sind

Inspiriert von „Wozu Freunde da sind“ (Text einer lieben Freundin), möchte ich euch auch eine Geschichte erzählen. Leider nicht über Freundschaft, aber auch über einen verirrten Vogel und dass, wenn keine Freunde da sind, manchmal auch die Feuerwehr hilft…   Oder einfach, was den Büroalltag interessant macht…

„Wir haben einen Vogel!“ schreit die Kollegin durch’s Büro und völlig im Alltagstunnel gefangen, nickt anfangs jeder von uns und denkt insgeheim „Erzähl mir was neues!“ Doch als sie sich vor Lachen fast den Bauch hält, werden wir hellhörig. „Wie jetzt? Einen Vogel?“ sehen wir sie fragend an. Ein kleiner Piepmatz wollte uns im Büro besuchen, einfach mal reinschauen vermutlich, was wir hier so machen. Und als er alles gesehen hatte – das ging schnell, denn so spannend ist es bei uns nicht – dachte er, er kann über den Schacht des Oberlichts wieder davonfliegen. (Vermutlich um seinen Kollegen zu erzählen, dass es bei uns ziemlich unspektakulär ist…)

Was er bei seiner Stipvisite nicht bedacht hat, das Fenster des Oberlichts geht leider nicht auf. Und so fand der arme Kautz (wobei wahrscheinlich war’s eher ne Meise) keinen Ausweg mehr aus dem Büro. Der arme Kerl wollte raus an die frische Luft, die Sonne genießen, sich treiben lassen und nicht im stickigen Büro sitzen. Tja, wem sagt er das, da haben wir was gemeinsam.

Nachdem alle unsere Rettungsversuche erfolglos geblieben waren, leiteten die Kollegen die notwendigen Maßnahmen in die Wege. Was im Klartext bedeutet, die Werksfeuerwehr rückte an. Zwei stattliche Herren mit einer langen Leiter bewaffnet und dem festen Willen, dem Vogel die Freiheit zu schenken. „Grüß Gott, wir haben gehört Sie haben einen Vogel?“ schallte es durch das Großraumbüro und sorgte für Heiterkeit am Arbeitsplatz. Die Retter in der Not legten die Leiter an und wollten unseren Bürovogel aus seiner misslichen Lage befreien, doch der flatterte einfach so auf die andere Seite des zwei Meter breiten Oberlichts. „Pah,“ dachte der sich bestimmt „jetzt passiert hier endlich was, die Feuerwehr kommt und ich soll wieder verschwinden“. Der Feuerwehrmann schmunzelte, kletterter die Leiter wieder hinunter und lehnte sie an die andere Seite. Neuer Versuch, wieder hinaufsteigen und versuchen unseren Besuch zu fassen zu kriegen. Tja, soviel sei verraten, Vögel sind schneller als Münchner Feuerwehrmänner. Das Spiel ging einige Male hin und her, doch plötzlich bekam ihn der Feuerwehrmann zu fassen. Ganz vorsichtig und behutsam nahm er den Gast, der sich für die Aufführung „Büroalltag – ein Stück in zwei Akten“ sogar einen Logenplatz gesichert hatte, und setzte ihn an die frische Luft.

Und die Moral von der Geschicht – die gibt es nicht. Lustig war’s aber trotzdem und ich hoffe auch der Vogel ist auf seine Kosten gekommen, wir haben jedenfalls viel gelacht an dem Tag.

 

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