Ist das Glas halb voll oder… – Jahresrückblick 2014

Die Fernsehsender der Nation blicken schon seit Wochen auf das Jahr 2014 zurück. Sie zeigen uns die sportlichen Highlights aus 2014, wie die strahlenden Olympia-Gewinner in Sotschi oder die jubelnden Fußballfans, die den vierten Stern der National-Elf feiern. Sie lassen uns nochmal mit den Augen des deutschen Astronauten Alexander Gerst bewundernd auf die Welt schauen. Sie zeigen uns aber auch zum hundertsten Mal die Bilder, die uns schon das ganze Jahr Gänsehaut gemacht haben, die Lage in den Ebola-Regionen, viel zu viele Kriegsgebiete und die schlimme Situation derer, die voll Hoffnung auf Hilfe nach Deutschland gekommen sind. Bei den Bildern des Jahres 2014 liegen Freud und Leid nahe beieinander. Und ich frage mich, wie fällt meine persönliche Bilanz 2014 aus?

Anfang des Jahres, darüber hatte ich auch geschrieben, habe ich mit einem Wunschglas begonnen. Ich hatte ein großes Glas aufgestellt in das ich kurze Notizen, Eintrittskarten oder eben Kleinigkeiten werfen wollte, die mich an die glücklichen Momente 2014 erinnern sollten. Damals war mir noch nicht klar, dass es im Jahr 2014 für mich persönlich eine Herausforderung sein wird, dieses Glas voll zu bekommen. Jetzt zum Jahreswechsel sitze ich hier, leere das gut gefüllte Glas. Ich lese, erinnere mich und lächle.

Happy 2014Mir wird klar, dass das Glas zwar voll aussieht, aber doch nur halb voll ist. Denn zwischen den Zeugnissen von großartigen Konzerten, perfekten Urlauben und vielen vielen Stunden, die ich zusammen mit ganz tollen Menschen, die ich meine Freunde nennen darf, verbracht habe, zwischen all diesen „Belegen“ ist Platz auch für die Erinnerung an die schwierigen Momente in diesem Jahr. Berufliche Herausforderungen, Menschen, die ich verabschieden musste oder Stunden in denen ich richtig Angst hatte. Diese Gefühle sind nach wie vor sehr präsent, aber mit jedem Konzertticket, das ich in der Hand halte, mit jeder Zeichnung meines bezaubernden Patenkinds, das ich mir nochmals ansehe, mit jeder Notiz über die Momente in denen ich mich „meinen Lieben“ nahe gefühlt habe, schließe ich meinen Frieden 2014.

Ich habe einen Haufen – und das ganz und gar nicht metaphorisch gemeint – richtig guter Erinnerungen an 2014. Happy 2014Und nun wo das Jahr vorbei ist, bin ich froh, dass ich das Glas hatte. Ich bin froh, dass 2014 vorbei ist. Ich bin froh, dass das Glas voll ist und zwar nicht halb, sondern irgendwie eben doch ganz und gar. Es hat mich das ganze Jahr hindurch erinnert, dass es immer auch viele positive Momente gibt, die einem in Erinnerung bleiben. Heute sitze ich nun also hier, bin dankbar für die Menschen, die im vergangenen Jahr einfach da waren und für die vielen Möglichkeiten, die das Jahr geboten hat.

2015 sehe ich gelassen und mutig entgegen. Mut steht am Anfang des Handelns – Glück steht am Ende. (Demokrit). In diesem Sinn euch allen ein mutiges und glückliches Jahr 2015!

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4 Gedanken zu “Ist das Glas halb voll oder… – Jahresrückblick 2014

  1. Sehr schön! Wir haben hier gestern eine „Glücksmoment-Kiste“ geleert, die das ganze Jahr über gefüllt wird mit Momenten, die wir als Glücksmoment erleben.
    Ich empfinde es als reiche Ernte und wohliges Zurückerinnern, diese Kiste zu leeren. Dieses Jahr wird die Kiste ähnlich wie dein Glas, mit Eintrittskarten und co. befüllt werden. Auf viel Schönes und das Füllen der Kisten oder Gläser im neuen Jahr! Liebe Grüße, Marion

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