Es könnte so einfach sein… ist es aber nicht…

Danke an die fantastischen Vier für diesen Ohrwurm!

Ein Ohrwurm der mich seit längerem begleitet. Eine liebe Freundin sagt immer, dass es eines der wichtigsten Dinge im Leben ist, immer den richtigen Ohrwurm parat zu haben. Und nun habe ich ihn, diesen Ohrwurm… Es könnte so einfach sein, ist es aber nicht…

Man möchte meinen, dass es gar nicht schwer ist, jeden Tag ein Bild des Himmels zu machen. Diese Aufgabe habe ich mir zu Beginn des Jahres selbst auferlegt. Jeden Tag das Wetter dokumentieren, ein Foto und ein paar Gedanken… Gerade wenn man, wie ich das Smartphone immer und zwar wirklich IMMER in Reichweite hat, schien das machbar. Schnell mal drauf gedrückt und zack, Wetterfoto des Tages ist gemacht. Nur leider ist es nicht so einfach. Weil ich nur zu oft über meinen Terminplan oder meine eigenen Ansprüche stolpere. Mein Wecker in besagtem Smartphone klingelt zweimal täglich und mahnt mich ein Foto zu machen und ich kann grad nicht, weil immer irgendwas ist… Mal klingelt das Telefon, mal bin ich in einer Besprechung oder ich bin schlichtweg immer am gleichen Ort und finde nichts mehr was „es wert wäre“ fotografiert zu werden. „Immer der gleiche Baum, ist doch auch öde.“ denke ich und nehme mir vor auf dem Heimweg einen Umweg zu fahren und dann das Foto zu machen. Doch da gibt’s wieder den Terminplan und/oder meine Vergesslichkeit. Ein Foto bekomme ich so jedenfalls nicht täglich hin. Leider.

Ich habe es mir so schön vorgestellt euch, liebe Blogleser, und auch mich selbst am Ende des Jahres auf eine Reise durch das Jahr mitzunehmen. Doch ich befürchte, ich muss die Segel streichen. Nicht ganz, dazu hängt zuviel Herzblut an diesem Projekt und dennoch muss ich mir eingestehen: „365 Tage werden’s nicht“. Aber ich verspreche: immer wenn ich dran denke und was „fotografierenswertes“ sehe, abzudrücken und euch teilhaben zu lassen.

Es könnte so einfach sein… ist es aber nicht….

Mein Opa hat, wie Anfang des Jahres beschrieben, über Jahre sogar über Jahrzehnte hinweg das Wetter dokumentiert. Erst heute wird mir klar, wie konsequent man dazu sein muss. Mir wird klar, dass er nicht EINFACH mal das Wetter aufgeschrieben hat und was einem eine so vermeintlich einfache Aufgabe abverlangen kann. Und so versuche ich jetzt auch anderen „ganz einfachen Aufgaben“ die Möglichkeit zu geben, schwierig zu sein. Für mich und andere. Was für mich zu den einfacheren Dingen gehört, frühes Aufstehen zum Beispiel, darf für andere auch eine Schwierigkeit sein. Und für meinen Opa war Wetterbeobachtung und -dokumentation eine Leidenschaft, die ihm leicht von der Hand ging. Ich denke an ihn und summe:

Es könnte so einfach sein… ist es aber nicht…

Schließ deine Augen und atme tief
und hör‘ mal auf nur das zu glauben, was du siehst
Du weißt genau alles durchschauen, das schafft man nie
Doch was du brauchst, das ist Vertrauen und Fantasie

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3 Gedanken zu “Es könnte so einfach sein… ist es aber nicht…

  1. Regeln sind mitunter dazu da, sie zu brechen. Wie gut zu schauen, was für dich passt. Dann wird es eben ein Projekt mit so vielen Tagen, wie es für dich passt.
    Das Lied mag ich auch. Vereinfachen wir doch einiges!
    Liebe Grüße dir.

  2. Sehr schade aber absolut verständlich. Und wenn wir ab jetzt ein Wetterfoto von dir sehen, dann wissen wir, dass es dir den Umweg oder den Aufwand wert gewesen ist. Das macht es nur umso besser.

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